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Die beiden Jungen hielten das Schiff, da ihnen Hans Egede von ſeiner traurigen Entdeckung nichts mitgetheilt hatte, noch für ſeetüchtig und konnten in ihrer Verblen⸗ dung die Zeit kaum erwarten, wenn daſſelbe von den Ban⸗ den des Eiſes befreit, den Weg zur Heimath einſchlüge. Als Erlöſerin begrüßten ſie die immer größer werdende Wärme der Sonnenſtrahlen und freuten ſich kindiſch, daß ihr Eisblock ſeinen Cours nach Süden hatte.
Hans Egede mochte ihre Freude nicht ſtören. Er trug die ganze Sorge und Angſt allein in ſeinem ſtarken, mu⸗ thigen Herzen. Er zwang ſich ſogar noch mit rieſenmäßiger Gewalt heiter und anregend zu ſein, um die Knaben bei dieſer ſchrecklichen Schiffahrt in getroſter Stimmung zu erhalten.
Freilich machte er ſolche Anſtrengungen des Gemüthes nicht ungeſtraft. Er magerte ab und ſeine vorher pech⸗ ſchwarzen Haare wurden ſichtlich weiß.
Die einzige Hoffnung auf Rettung, welche er noch hegte, war darauf gerichtet, daß der Eisblock vielleicht an irgend welche Küſte antriebe oder, daß ſie von einem nach Norden ſegelnden Schiffe aufgenommen würden. 38
Er hatte deßhalb auf dem höchſten Punkte des Eisblocks eine Warte errichtet, wo er bei Tage meiſtens ſtand, um mit ſeinem guten Fernglaſe Ausſchau zu halten.
Dort war eine Segelſtange befeſtigt, an der augenblick⸗ lich, wenn es nöthig war, ihre Schiffsflagge in die Höhe gezogen werden konnte. An einem galgenartigen Geſtelle


