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Jene Schrecken in der Weihnachtsnacht waren an un⸗ ſeren drei Schiffbrüchigen auf der Scholle ohne beſonderen Schaden vorübergegangen. Was ſie damals in die heftige Aufregung verſetzt und ſelbſt Hans Egede die Beſonnenheit geraubt hatte, war allerdings nichts Geringes geweſen. Der Sturm hatte mit ſeiner entſetzlichen Gewalt ihre ellen⸗ dicke Eisſcholle zerbrochen, ſo daß ſie fortan nur noch auf einem drittel ihres bisherigen Eisfeldes ſchwammen. Der Bruch hatte aber auf der entgegengeſetzten Seite der Scholle ſtattgefunden und ihr Haus war glücklicher Weiſe verſchont geblieben. Doch noch lange hatten ſie in Folge dieſes Schreckens gezittert und gebebt.
Seitdem war keine ähnliche Naturerſcheinung eingetre⸗ ten, aber eine neue Angſt war über ſie gekommen. Die Scholle jetzt kleiner und rundlicher drängte jetzt von dem Küſteneis hinweg und trieb immer weiter in das offene Meer hinaus. Zugleich ſtellte ſich ein weiteres Bedenken ein. Der Thran, das einzige Ernährungs⸗ und Erleuchtungs⸗ mittel, das ſie beſaßen, ging allmählig ſeiner Neige zu.
Allerdings war die liebe heißerſehnte Sonne wieder er⸗ ſchienen und die Armen hatten ihr entgegengejubelt, aber an ihren noch matten Strahlen thaute nicht einmal das gefrorne Rennthierfleiſch auf, viel weniger konnten ſie es genießbar machen. Hans Egede hieb Schiffswände und Segelſtangen zuſammen, um Brennholz zu ſchaffen. Allein er mußte in dieſer Thätigkeit vorſichtig ſein, um Harald nicht mißtrauiſch zu machen.


