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Ein grönländiſcher Knabe wollte zwar in einer Mondſchein⸗ nacht einen Mann auf einer Scholle neben einer Schiffs⸗ ſtange haben ſtehen ſehen, allein als ich ihn ſelbſt ausfragte, ſagte er, er hätte ſich geirrt.“
„Sollte es denn nicht möglich ſein, daß ſich Menſchen auf dieſe Weiſe retten?“ fragte Frau Lymann.—
„Niemand glaubt daran“ antwortete Her Lymann.„Und wenn du die Eiserſtarrung an der Küſte mit eigenen Augen ſäheſt, du würdeſt ſelbſt nicht daran glauben, daß hinter dieſen Eismaſſen noch warmes Leben pulſire.“
„So ſolls nicht anders ſein“, ſagte die Unglückliche in tiefſter Hoffnungsloſigkeit.
„Harald, Harald!“ rief ſie in leidenſchaftlichem Schmerze und vergrub weinend ihr Geſicht in den Kiſſen des Bettes ihres Mannes.
VIII.
Als Herr Lymann damals in Upernawik an der Küſte geſtanden hatte, das Herz voll Sehnſucht nach ſeinem ein⸗ zigen geliebten Kinde, und die ſtarre Eiswüſte, die er ſchaute, ihm unerbittlich die Gewißheit aufdrängte, daß dahinter kein warmes Leben pulſiren könne, hatte er ſich dennoch getäuſcht. Noch pulſirte dort das Leben und ihm vielleicht näher, als er ahnen konnte, aber wie lange es noch pulſiren würde, war eine andere Frage.


