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Im Eise : eine grönländische Geschichte : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
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nach dem Berichte Utokaks, mich ſehr getäuſcht. Und ſo ſehr wir Urſache haben dem Manne zu zürnen, habe ich ihm in Gedanken piel abzubitten. Er hat Harald nicht zur Flucht verleitet, wie wir anfangs glaubten, ſondern hat ihn nur auf die dringenden Bitten des unbeſonnenen Knaben mitgenommen. Dagegen iſt ſein Benehmen und ſeine Aufopferung bei dem unglücklichen Sturz Haralds und bei dem Schiffbruch wahrhaft bewundernswerth. Nur ein wirklich hochherziger Menſch konnte ſo handeln wie er der lieber mit dem kranken Knaben ſterben, als ihn verlaſſen wollte in ſeiner Todesnoth.

Wie beurtheilt man doch oft die Verhältniſſe ſo anders vorher und nachher. Jetzt, wo es zu ſpät iſt verlangt mein Herz nach einer aufklärenden Unterredung mit dieſem Manne, die ich bisher gefliſſentlich vermieden hatte. Es hätte ſich Manches anders geſtaltet.“

„Doch Gottes Wille geſchehe!“ ſetzte er ſeufzend hinzu. „Wir ſind und bleiben kurzſichtige Menſchen und wollen uns bemühen uns geduldig und ergebungsvoll in Gottes höhere Weisheit zu ſchicken. Der Herr hats gegeben, der Herr hats genommen, der Name des Heern ſei geprie⸗ ſen.“—

Wieder brach Herr Lymann in Thränen aus, die aber durch einen friſchen Huſtenanfall unterbrochen wurden.

Nachdem wieder Ruhe geworden war und der Patient eine kräftige Fleiſchbrühe, die eine Magd herein gebracht, zu ſich genommen hatte, ſagte Frau Lymann zu ihrem