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wäre“, warum haſt Du uns das gethan? Du liebes Kind, haſt Du denn keine Ahnung von unſerer grenzenloſen Liebe für Dich gehabt, daß Du uns ſo leichtſinnig ver⸗ laſſen konnteſt, um uns in ein Meer von Sorge und Jammer zu ſtürzen?“
Herr Lymann mußte ſeinem kummerbeladenen Herzen Luft machen, wenn es der Schmerz um den Verluſt ſeines Kindes nicht ſprengen ſollte. 1
„O Gott!“ rief er dann mit blaſſen, bebenden Lippen, das ſonſt ſo ſtrenge Geſicht naß von Thränen.„O Gott, Du lädſt viel Leid auf unſere ſſchwachen Schultern! Hilf es uns tragen!“
Als der erſte Sturm des elterlichen Schmerzes vorüber war, ſagte Herr Lymann mit tief traurigem Tone in ſeiner Stimme:
„Du magſt Recht haben, theures Weib, daß ich oft zu raſch und zu ſchroff bin. Ich bin es auch vielleicht zu ſehr Harald gegenüber geweſen. Der Junge hatte keine ſchlimme Eigenſchaften. Es war vielmehr etwas Edles, Hochſtrebendes in ihm. Nur ein merkwürdiger Drang nach practiſcher Thätigkeit und eine wilde Abenteuerluſt erfüllte ihn. Als Seemann oder durch kühne Entdeckungs⸗ reiſen hätte er vielleicht Bedeutendes geleiſtet. Ich hätte jedenfalls ſeine Leidenſchaften mit mehr Weisheit behandeln ſollen und hätte dadurch die letzte ſchreckliche Wendung ſeines Schickſals vermieden. 1 Auch über Hans Egede, wie er ſich nennt, habe ich


