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Im Eise : eine grönländische Geschichte : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
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ſei, wie damals, als das Unglück geſchah. Die Jahre und die großen Tagesereigniſſe haben unſere Schickſale ſo in Hintergrund geſchoben, daß man ihrer kaum noch gedenkt und wenn auch, dann gewiß in ganz anderer, milderer Weiſe. Die ſchlimmſte Läſterzunge muß ja beſchämt ſtille ſchweigen vor Deiner treuen, jahrelangen Miſſionsarbeit in dieſen Eisregionen.

Ich glaube vielmehr, daß wir kühn und voll Gottver⸗ trauen dem Rathe des Arztes folgen dürfen und daß Deine Stellung in der Heimath eine friedliche und ge⸗ ſegnete werden wird.

Ich weiß, Du trägſt Jahre lang ein Heimweh in der Seele herum. Warum willſt Du ihm nicht nachgeben, da der Arzt Dich ſelbſt darauf hinweiſt? Mir war es früher, muß ich geſtehen, ganz gleichgiltig, wo ich war und ich fühlte mich ſelbſt hier glücklich, aber ſeit Harald fehlt und Du ſo krank geworden biſt, iſt mir dieſes Land ordentlich verhaßt geworden. Es kommt mir vor, wie ein großes Schnee⸗ und Eisgrab, das all mein Lieben und Hoffen verſchlingen will.“

Frau Lymann brach, als ſie ſo dieſes geſagt hatte, in heftiges Schluchzen aus, was ihr jedes Mal geſchah, wenn ſie nur den Nameu„Harald“ nannte.

Auch Herr Lymann hatte eine große Thräne im Auge, während er mit tiefem Seufzen den Namen ſeines Sohnes, den er todt glaubte, wiederholte.

„O Harald, Harald“, ſagte er, als wenn er zugegen

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