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uns vertrieb. Glaubſt du, wir würden jetzt ertragen, was wir damals nicht fertig brachten?
Es iſt möglich, daß wir demüthiger und geduldiger geworden ſind, wie früher, daß das Kreuz, was der Herr uns zuſandte, unſeren ſtarren Sinn etwas fügſamer und ergebungsvoller gemacht hat, aber wird die Laſt nicht für die Länge der Zeit für uns wieder zu ſchwer werden?
Ich geſtehe, ich möchte lieber hier zwiſchen den Eis⸗ bergen einſam bei den harmloſen Grönländern leben und ſterben, als noch einmal in meinem Herzen alle die Qual ausſtehen, die ich bereits empfunden habe.
Täuſche dich nicht, liebes Kind! Es ſind noch dieſelben Verhältniſſe, wie vor Jahren und an einen geſegneten Wirkungskreis für mich iſt nicht zu denken. Wenn ich das noch hoffen dürfte, wollte ich gerne alle Schmach über mich nehmen um meines lieben Herrn Jeſu willen. Allein noch heute werden mich meine Herrn Amtsbrüder mit eben demſelben kalten, fremden Mißtrauen behandeln, wie da⸗ mals, als das Unglück geſchehen war. Und wo wir uns blicken laſſen, werden wie damals die Leute ſtehen bleiben und auf uns deuten und ſich in die Ohren flüſtern, daß, wir es vielleicht wie damals anhören müſſen:„Das iſt der Sohn von dem alten Rentmeiſter Lymann, der den Grafen Seebach ſo ungeheuer beſtohlen hat und ſich her⸗ nach im Gefängniß um's Leben gebracht hat.“
Wird mir auch eine entferntere Gemeinde anvertraut.
Aufeinmal iſt das Gerücht in dem Ort. Man weiß nicht, Schupp, Im Eiſe. 7


