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ſeinen Vater. Sie werden nie wieder ein Weihnachtsfeſt zuſammenfeiern, obgleich ihr Herz vor Sehnſucht und Heimweh zu einander faſt bricht. Der Sohn ſieht nur immer ſeinen alten greiſen Vater, mit dem ſtrengen Auge und dem edlen Geſicht und der vor Alter gebeugte Vater ſitzt ſeit Jahren auf dem Lehnſtuhl am Fenſter in dem hohen Thurmgemach ſeines Schloſſes, und ſchaut auf das Meer, dorthin, wo er zum letzten Mal die Geſtalt ſeines Sohnes erblickt hat. Sie werden ſich nicht wieder ſehen. Sie wiſſen es Beide. Sie können nur noch ſterben. Weiteres Glück haben ſie nicht zu erwarten. Aber ſie tragen es, Harald, ſie tragen es.“
„O Gott! o Gott!“ ſeufzte Harald und blickte Hans Egede mit unendlichem Mitleid an. Es war das erſte Mal, daß dieſer Mann ihn einen Blick in die Vergangen⸗ heit thun ließ, welch' ein entſetzlicher Blick.
„Ich meine, ſo lange es noch einen Gott gibt, dürfen wir die Hoffnung nicht aufgeben“, ſagte er mit etwas ſchüchterner Stimme, da er ſich auf ein Gebiet wagte, wo
er nicht wußte, wie es von ſeinem Freunde aufgenommen
würde.„Und ſollte die herrliche Weihnachtsverkündigung „Friede auf Erden“ nicht auch für Sie gegeben ſein? Sollte es nicht auch bei Ihnen noch zum Frieden kommen können?“
„Für mich giebt es keinen Gott und keinen Frieden, ſagte Egede barſch. Ich bin ein Ausgeſtoßener, Verdammter. Meine einzige Sühne iſt der Tod.“


