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Im Eise : eine grönländische Geschichte : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
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hinzuwerfen. Das iſt ſchreckliche, unheimliche Nacht, die ohne von einem Tagesſtrahl oder einem Wärmehauch unter⸗ brochen ohne Aufhören Unheil brütet und Schrecken häuft in Schnee, Eis und Sturm. Der Menſch aber liegt leben⸗ dig begraben unter Schnee und Eis in dem Licht und der Wärme ſeiner Thranlampe. Und er iſt noch froh', wenn er dort liegen darf, wenn ihn nicht der Hunger hinaustreibt bei Sternenſchein und Nordlicht den Seehund zu jagen. Die nordiſchen Nächte ſind um Vieles heller, als die

unſrigen. Für die Entbehrung des Sonnenlichts iſt ein gewiſſer Erſatz gegeben. Die Sterne glänzen ganz anders 9 und der Mond gießt eine Fülle von Licht auf die blinkende Schneelandſchaft, die es eigentlich nie ganz dunkel werden läßt. Außerdem erſcheinen faſt bei jedem klaren Himmel prachtvolle Nordlichter, die bald wie eine herrliche Strahlen⸗ krone geformt ſind, bald uns wie die Falten eines rieſigen Vorhangs, der im Winde wallt vorkommen, dann wieder ihre grellen Farbenſtrahlen ſenkrecht nach der Erde zu⸗ ſchießen und oft eine ſolche blendende Helle verbreiten, daß die Sterne erſter Größe nicht mehr ſichtbar bleiben. Dennoch bleibt es immer ein unſicheres Licht und auch der einge⸗ borene Grönländer wagt ſich bei demſelben nur ungern hinaus auf die Jagd. Höchſtens, daß man Beſuche macht von Hütte zu Hütte oder kleine Reiſen mit den Hunde⸗ ſchlitten, wenn die Schneemaſſe hart gefroren iſt.

Wenn nun aber noch in ſolchen Nächten auch die Be⸗ ruhigung fehlt unter Menſchen zu ſein und die Sicherheit