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Im Eise : eine grönländische Geschichte : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
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ſind verloren“, rief er. Auch Harald hatte ſich aufge⸗ richtet, fiel aber matt wieder zurück auf das Lager.

Allmählig beruhigte ſich indeſſen wieder das unheim⸗ liche Treiben in der Tiefe und Beide athmeten wieder auf.

„Ein Glück war es“, ſagte Hans Egede,„daß Keiner der Grönländer zugegen war; ſie flüchteten noch in dieſer Stunde und überließen uns unſerem troſtloſen Schickſal. Ich glaube übrigens bald ſelbſt, daß ſie mit ihren Be⸗ fürchtungen nicht ganz Unrecht haben.“

Harald ſchwieg, aber man ſah es ſeinem blaſſen, abge⸗ magerten Geſichte an, daß ſein Geiſt arbeitete. Er rang mit einem hochherzigen Entſchluſſe.

„Hans Egede!“ ſagte er endlich.„Es wäre Schade um einen Mann wie Sie, wenn Sie ſo elendiglich um das Leben kämen. Noch iſt Rettung möglich. Retten Sie ſich ſammt den Grönländern. Fragen Sie nicht nach mir. Sie können mir doch nicht helfen, wenn es zum Unter⸗ gang kommen ſollte. Warum Alle opfern? Es iſt an einem Opfer genug.“

„Wenn Gott mich retten will, ſo hat er in ſeiner Weisheit noch Mittel und Wege genug, will er aber mich umkommen laſſen, ſo habe ich es als gerechte Strafe für meinen Ungehorſam reichlich verdient.“

„O Gott mein Vater, meine arme, arme Mutter!“

Der Gedanke an ſeinen eignen Tod und den Schmerz ſeiner Eltern, das er Beides verſchuldet hatte, preßte ihm bittere Thränen aus. Er weinte und ſchluchzte laut. Die

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