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Im Eise : eine grönländische Geschichte : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
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beleuchteten auch kurz das ſteinerne Geſicht Hans Egedes, um das ein ſchrecklicher Hohn zuckte, Hohn über ſich ſelbſt und ſein Geſchick.

Dieſer leuchtende Garbenbüſchel war das erſte Nord⸗ licht in dieſer Jahreszeit und zugleich ein ſicheres Zeichen des eintretenden Winters. Eine Hoffnung der Rückkehr nach der andern ſchwand.

Es war wieder dunkel geworden am Himmel. Hans Egede ſchauderte vor Froſt zuſammen und ſtieg hinunter in die Cajüte, wo Harald auf einem warmen Lager von Bärenfellen noch immer im betäubten Halbſchlummer lag.

Dort ſetzte er ſich neben Harald und verſank immer mehr in düſtere, trübe Gedanken. Seine Hand ruhete auf der glatten, jugendlichen Stirne des Knaben und ſpielte mit deſſen Locken. Eine heiße brennende Thräne ſtand in ſeinen Augen.

Schlafen konnte er nicht.

Als der Morgen dämmerte, ſtieg er hinauf auf das Deck, um das Wetter zu prüfen. Kaum war er oben, als zu ſeinem Entzücken ein friſcher Windzug daherkam und die Segel ſchwellte. Aber was war das? Der Cutter bewegte ſich nicht. Ein leiſer Angſtſchrei ertönte von den Lippen Hans Egedes. Er nahm eine der herumliegenden Stangen und ſtieß an der Seitenwand des Cutter hinunter. Seine ſchlimme Ahnung war richtig. Er traf ſtatt auf Waſſer, auf klingendes Eis.

Das Schiff war eingefroren.

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