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ſcheinlich war. Aber wo war dieſe Mütze voll Wind? Alles Ausſchauen half nichts. Kein Lüftchen hob die ſchlaffen Segel. Das Schiff ſtand wie angenagelt.
Da lag nun das langerſehnte offene Meer, die freie Bahn nach Süden. Die Entfernung mochte kaum eine Viertelmeile betragen und doch war daſſelbe ſo unerreichbar, als wenn es tauſeud Meilen entfernt geweſen wäre.
Der Unmuth und die innere Qual gaben Hans Egedes Geſicht noch etwas Starreres und Härteres, als es ſchon an ſich hatte, ſo daß es wie aus Erz und Stein gegoſſen erſchien.
Mit dieſem ſteinernen Geſicht, das nur den innern Schmerz verhüllte, ſah er ſtundenlang und unverwandt in den Nordhimmel hinein, der bereits ganz die gelbe Farbe angenommen hatte, die man dort mit dem Namen„Eis⸗ himmel“ bezeichnet. Er wartete, ob irgend eine Zugluft ſich rege, aber es regte ſich nichts.
Es war dunkel geworden. Denn die Nacht kam ſchon frühe. Die Mitternachtsſonne war längſt dahin. Man näherte ſich mit Rieſenſchritten der fürchterlichen, nordiſchen Winternacht.
Hans Egede ſtand noch immer und ſtarrte nach derſelben Richtung, obgleich die Kälte, die ſchon bei Tage nicht un⸗ bedeutend geweſen war, ſich ſeit Eintritt der Nacht fort⸗ während ſteigerte.
Auf einmal glänzten im Nordweſten gelbbläuliche Strahlen, ähnlich wie ein Garbenbüſchel am Himmel und


