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Im Eise : eine grönländische Geschichte : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
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Nur der Gedanke an die Möglichkeit vom Eis wirklich feſtgehalten zu werden und den armen Knaben hilflos ſterben müſſen zu laſſen, konnte den thatkräftigen Mann zum Wahnſinn bringen.

Er verſuchte mit Stangen den Cutter aus der Bucht herauszuarbeiten, aber vergebens. Ein ſtärker ſich erhebender Wind trieb jedesmal, wenn der Verſuch zu gelingen ſchien, das Schiff wieder zurück.

Es war zum Verzweifeln.

Endlich nach langem Harren und nachdem die Unge⸗ duld Hans Egedes den höchſten Grad erreicht hatte, fing ein ſcharfer Nordoſtwind an zu wehen, der die Be⸗ mühungen der Geplagten einigermaßen unterſtützte. Nach furchtbaren Anſtrengungen kamen ſie aus der Bucht heraus und erreichten ein Stück offenes Meer.

Letzteres zog ſich aber ſtatt nach Süden, wohin ſie ja wollten, direct nach Weſten. Im Süden ſtarrte ihnen eine ganze Wand von Eisſchollen entgegen, die dicht an⸗ einander gereiht, wie eine Linie aufmarſchirter Truppen ihnen jeglichen Durchgang zu wehren ſchienen.

Hans Egede ſteuerte nun, ſchon zufrieden, nur eisfreies Meer zu haben, immerfort dem Weſten zu. Die Berge des Feſtlandes verſchwanden zum wahren Entſetzen der Grönländer, die nur Küſtenreiſen gewohnt waren.

Hans Egede meinte aber eher in der offenen See, als an der Küſte freies Fahrwaſſer zu bekommen. Seine Be⸗ rechnungen täuſchten ihn auch nicht. Als gegen Abend hin