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Im Eise : eine grönländische Geschichte : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
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Trotz dieſes mangelnden Wiſſens vom Krankſein er⸗ kannte er doch, daß Haralds Zuſtand nicht unbedenklich ſei. Es mußte eine innere Verletzung oder Erſchütterung vorliegen, die vielleicht zu böſem Ende führte. Eine inner⸗ liche Angſt trieb den ſonſt ſo kühnen Mann hin und her.

Auch bei den Grönländern fand er keinen Troſt. Die⸗ ſelben haben, da ſie wenig krank werden, faſt gar keine mediciniſchen Kenntniſſe.

Utokak zwar, der trotzdem, daß er Chriſt geworden war, noch voll heidniſchen Aberglaubens ſtack, vertraute ſeinem Herrn mit geheimnißvoller Miene an, daß die ganze Krankheit Haralds nichts wäre, als ein Schlummer⸗ geiſt, der unten in der Eisſpalte geſeſſen und in den Knaben gefahren ſei, aber Hans Egede konnte ſich doch nicht in dieſe Anſchauung hineinleben. Ihn trieb es viel⸗ mehr die Anſicht eines erfahrenen Arztes zu hören und ſo ſchnell wie möglich in die ſüdlichen Colonieen zurückzukehren.

Aber wie ſollte das geſchehen? Die Eismaſſen an der Küſte hatten ſich während ihrer Abweſenheit bedeutend ver⸗ mehrt und der Cutter lag bei ihrer Rückkunft völlig von Schollen eingezwängt in der Bucht. Außerdem weheten widrige Winde und hinderten die Ausfahrt.

„Wir werden den Winter hier zubringen müſſen“ meinte Utokak.„Die Hunde ſind fort und der Cutter wird einfrieren.“

„Schweig, Du Unglückseule!“ donnerte Hans Egede ihn mit einem grimmigen Blicke anſehend.

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