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Raſch nahm er ſeines Vaters Büchſe von der Wand und gewandt und kühn, wie er war, ſchwang er ſich zum Fenſter hinaus und ſtand einen Augenblick ſpäter wohlbe⸗ halten unten. Dann durchmaß er im ſchnellſten Laufe leicht⸗ füßig wie ein Hirſch die das Miſſionshaus von der Meeres⸗ bucht trennende Ebene und ſprang in einen der dort lagernden Cajaks.
Der Cajak war vollſtändig zur Jagd ausgerüſtet das heißt im Vordertheile des Schiffchens befand ſich eine Harpune mit etwa drei Ellen langem hölzernem Schafte und einer ſcharfen eiſernen mit Widerhaken verſehenen Spitze, an der wiederum ein zwanzig Ellen langer Riemen und an deſſen Ende eine Sechundsblaſe befeſtigt war. Außerdem enthielt der Cajak noch zwei Lanzen und das Ruder.
Harald handhabte das ſo ſchwierige Geſchäft des Ruderns mit einer Geſchicklichkeit, die kaum ein eingeborener Grön⸗ länder beſaß. Faſt lautlos ſchoß ſein Kahn über die glatte Meeresfläche, in weitem Bogen ſeine Beute umkreiſend.
So näherte er ſich bis auf etwa dreißig Schritte den ſich in aller Sicherheit ſonnenden Thieren. Je näher er aber kam, deſto langſamer und bedächtiger ruderte er. Noch war er nicht im Geſichtskreis der Seehunde ange⸗ langt, aber jetzt mußte es geſchehen. Er that einige kräftige Ruderſchläge, die ihn wie ein Blitz vor die überraſchten Thiere brachten. In demſelben Augenblicke ſtand er hoch aufgerichtet, aber feſt wie eine Mauer, die Büchſe im An⸗


