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Im Eise : eine grönländische Geschichte : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
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Etwas zu Rath zu halten weiß, noch für kommende Noth⸗ zeiten genügend ſorgt.

Harald war aufgeſprungen. Er konnte nicht mehr ſitzen bleiben. Vor Aufregung rötheten ſich ſeine Wangen und blitzte ſein Auge. Anfangs dachte er zu ſeiner Mutter zu gehen und ſie um Erlaubniß zu bitten, die Thiere zu jagen. Dann überlegte er, daß dieſelbe viel zu feſt an den Geboten ſeines Vaters hinge, als daß ſie auf ſein leidenſchaftliches Verlangen Rückſicht nehmen würde. Er ſann darum auf einen Weg, ohne Vorwiſſen ſeiner Mutter aus dem Hauſe zu ſchlüpfen.

Das Studirzimmer hatte nur einen Ausgang und dieſer führte durch ſeiner Mutter Zimmer. Daran war alſo nicht zu denken. Aber das Fenſter war, obwohl im zweiten Stock, nicht ſehr hoch von der Erde, und wenn er ſich auf das Vordach über der Hausthüre niederließ, war ein Sprung nicht mehr gefährlich. Das einzige, was ihm noch Bedenk⸗ lichkeiten erregte, war, daß ſeine Mutter, die an derſelben Seite des Hauſes am Fenſter ſaß, aufmerkſam werden und ihn zurückrufen könnte. Er ſpähete deßhalb durch die nur angelehnte Thüre nach ihr hin und fand zu ſeinem Entzücken, das er recht kindiſch in etlichen Bocksſprüngen und Geſichterſchneiden kund gab, daß ſie feſt eingeſchlafen war. Die arme gequälte Frau, die Nachts vor Schmerzen nicht ſchlafen konnte, fand öfters bei Tag einige Stunden zu ungeſtörtem Schlummer.

Nun hielt den jungen Nordlandsjäger Nichts mehr.