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Im Eise : eine grönländische Geschichte : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
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finſtere Hütte erleuchten und erwärmen. Die Sehnen des Thieres dagegen geben vorzüglichen Zwirn und die Gedärme Fenſterſcheiben.

Kein Wunder, daß der Grönländer weder Liſt noch Anſtrengung ſcheut, um dieſe ihm ſo nothwendigen Thiere zu erlegen. Selbſt der grauſige, nordiſche Winter hält ihn nicht zurück. Da ſteht er oft vom Eisſturm umſauſt ſtundenlang unbeweglich vor einem Luftloch auf der Lauer, das der Seehund ſich im Eiſe macht, weil er alle fünf Minuten Luft ſchöpfen muß; oder er ſpringt, den Cajak umgeſtürzt auf dem Kopfe, von Eisſtück zu Eisſtück, um den Streifen offenen Meeres zu erreichen, den die ſtarke Küſtenbrandung nicht zufrieren läßt; oder er kriecht auf Händen und Füßen einen mit einem weißen, dem Schnee gleichenden Zeuge umhängten Schlitten vor ſich herſtoßend nach dem arglos auf dem Eis lagernden Seehund zu. Die geſpannte Flinte ruht mit ihrer Mündung auf der Lehne des Schlittens, während der Jäger ſeine Beute durch ein Loch in dem weißen Zeuge ſcharf im Auge behält. So rückt er, um das Thier nicht aufmerkſam zu machen, langſam langſam vor, bis er endlich unbeobachtet in Schußweite gekommen iſt.

Im Frühjahr iſt es leichter, dann kommen die Seehunde völlig an's Land, um ihre Jungen zu gebären und zu hüten, da dieſelben in den erſten zehn Tagen nicht ſchwimmen können. Es werden in der Zeit viele Thiere nutz⸗ los erſchlagen, wie denn der Grönländer überhaupt weder