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die ſonſt ſo vorſichtigen Geſchöpfe verführt haben, eine minder freie Stellung einzunehmen. Sonſt rutſchen dieſelben mit ihren höchſt unvollkommenen, mehr zum Schwimmen als zum Gehen eingerichteten Beinen auf eine Eisſcholle oder einen höheren Felsblock, wo ſie mit ihren prächtigen, großen Augen nach allen Seiten Umſchau halten können.
Ihr runder Kopf iſt dann in ſteter Bewegung, und zwar, um nicht blos mit dem Geſicht, ſondern auch mit dem merkwürdig ſcharfen Gehör und Geruch nach den zahlreichen Feinden auszuſpähen und im Falle der Gefahr im Waſſer zu verſchwinden.
Die armen Grönländer, die in ihren Bedürfniſſen hauptſächlich auf den Seehund angewieſen ſind, haben mit den klugen Thieren ihre liebe Noth.
Der Seehund iſt dem Grönländer ſein Alles und macht derſelbe das Leben ſo hoch im Norden allein möglich. Er erſetzt den Acker, den Wald und die Heerde. Sein Fleiſch iſt das tägliche Brot des Grönländers, ohne das er Hungers ſterben müßte. Aber nicht blos Nahrung, ſondern auch Kleidung, ſogar Licht, Feuerung, Zeltdächer, Schiffswände, Taue, Nähgarn, ja Fenſterſcheiben muß der koſtbare Körper des Seehundes den Menſchen liefern.
Aus ſeinem Fell macht der Grönländer Schuhe, Strümpfe, Hoſen, Decken, Röcke; er baut daraus ſeine Boote und ſeine Zelte und greift dem Seiler in's Handwerk, indem er daraus unzerreißbare Riemen ſchneidet. Der Speck des Seehundes muß in den langen Winternächten zugleich die


