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Im Eise : eine grönländische Geschichte : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
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Winde und der Wogen wie ein Vogel, der im dumpfen Käfig gefangen ſitzt und nach Luft und Sonnenſchein ſchmachtet. Auf der andern Seite aber hielt ihn die Scheu vor ſeinem Vater und die Liebe zu ſeiner Mutter.

Man konnte indeſſen im Voraus berechnen, daß der kindliche Gehorſam dem rebelliſchen Herzen unterliegen würde. Denn war es nicht bereits eine halbe Niederlage des Gehorſams und ein halber Sieg ſeines ſtürmiſch ver⸗ langenden Herzens, da er ſein ſehnſüchtiges Auge mit dem Fernrohr bewaffnete? Doch noch ſchlimmer war es, als plötzlich am Ufer der Bucht zwei Seehunde auftauchten, prachtvolle Exemplare, die einem das Herz im Leibe lachen machten und die ſich ganz in der Nähe auf einem Felſen niederließen, um ſich dort zu ſonnen.

Als Harald ſie erblickte, war er nicht mehr Herr ſeiner Gefühle. Die Jagdluſt bekam die Oberhand.

Nach ſeinem Ermeſſen wäre es eine Art Verbrechen geweſen, ſich eine ſo günſtige Jagdgelegenheit entſchlüpfen zu laſſen. Er wäre ſich vorgekommen wie Einer, dem eine gebratene Taube in den Mund fliegt und der nicht zubeißt.

Die beiden Robben konnten übrigens auch zur Jagd gar nicht beſſer liegen. Eine Felswand verbarg nach der Bucht zu den ungemein ſcheuen Thieren jede Bewegung des Jägers und auf dem faſt unhörbar durch die Wellen ſchneidenden Cajak konnte man bequem bis auf Schußweite herankommen.

Nur die ausgezeichnete ſonnige Lage des Felſens mochte