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Im Eise : eine grönländische Geschichte : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
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ſchlag in ſeinem höchſt unſicheren Fahrzeug, das allerdings bei der geringſten falſchen Bewegung zweifellos umge⸗ ſtürzt wäre.

Ein Blitz und ein Knall und eines der mächtigſten Thiere wälzte ſich röchelnd im Blute, während das andere im höchſten Maße erſchreckt der See zuſtürzte. Doch ehe der runde Leib des fliehenden Robben im Waſſer ver⸗ ſchwand, ſaß ihm die von der ſicheren Hand Haralds ge⸗ ſchleuderte Harpune im Rücken, d. h. eigentlich nur die Harpunenſpitze, denn der hölzerne Schaft der Harpune geht durch eine eigene Vorrichtung nach dem Wurf los und wird wieder aufgefiſcht, da die Grönländer keinen Ueberfluß an ſolchen Schäften haben.

Der Seehund ging jetzt blitzſchnell in die Tiefe und zog den an der Harpunenſpitze befeſtigten Riemen raſend ſchnell nach, ſo daß Harald kaum raſch genug die am Ende des Riemens befeſtigte Blaſe ins Meer ſchleudern konnte.

Dieſe Blaſe hat einen doppelten Zweck, einmal das

verwundete Thier, das Anſtrengungen macht die Blaſe auch in die Tiefe zu ziehen, zu ermatten, und dann dem Jäger die Richtung anzugeben, die der Robbe auf ſeiner Flucht einſchlägt.

Für Harald war es bei ſeiner Rudergewandtheit ein Leichtes, der auf den Wellen tanzenden Blaſe zu folgen, obwohl das erſchreckte Thier mit aller Kraft dem offenen Meere zuſteuerte, um der ihm ſo gefährlich gewordenen Bucht zu entgehen.