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Ihr Sohn war herzugeſprungen und hatte die ſchwere Frau ſtark, wie ein Mann, auf ſeine Arme genommen, um ſie nach ihrem Lehnſeſſel, ihrem gewöhnlichem Aufent⸗ haltsort hinzutragen. Während er aber die theure Laſt trug, fühlte er tief und ſchmerzlich, wie ſchwer er ſich an ihrem treuen Herzen verſündigt habe. Leidenſchaftlich, wie er war, ſtürzte er, als ſie ſaß, vor ihr auf die Kniee und ſein Geſicht in ihrem Schoos verbergend, weinte er laut.
„Nicht wahr, Mutter, ich bin ein Erzböſewicht?“
„Nein“, erwiederte ſie, ſein Lockenhaar ſtreichelnd.„Ein Böſewicht biſt du nicht, aber ein unbeſonnener, trotziger Knabe, der ſich gegen alle beſſere Einſicht verſchließt und alle wohlmeinenden Rathſchläge verachtet.“
„Dein Vater iſt ein Mann von großer Menſchenkenntniß, von viel Lebenserfahrung und wahrer Weisheit. Derſelbe verſteht beſſer, was dir gut iſt, als du ſelbſt. Er hat dir aber ſchon tauſend Mal geſagt, du ſolleſt deine leiden⸗ ſchaftliche Neigung zur Jagd bekämpfen, weil alles leiden⸗ ſchaftliche Weſen zu nichts Gutem hinführt. Er hat dich mit milden und ſtrengen Worten vor dem Umgang mit Hans Egede gewarnt, weil er bei all ſeiner Geſchicklichkeit und ſeinen Gaben ein ſpöttiſcher Menſch iſt ohne Grund⸗ ſätze und Religion. Er hat dir auf das Liebevollſte zuge⸗ redet, du möchteſt vor allen Dingen einmal etwas Tüch⸗ tiges lernen, weil die Jugend die Zeit zum Lernen iſt. Du könnteſt ſpäter immer noch einen Beruf ergreifen,
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