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Im Eise : eine grönländische Geschichte : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
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auch der letzle ſchwache Faden ſeiner Geduld. Er nahm den ſchweinsledernen Band, den er gerade in den Händen hatte, und warf ihn mit aller Wucht wider die Wand und ließ ihm ſämmtliche Bücher folgen.

Es mag kommen, was da will, ſagte er mit dem Fuße aufſtampfend,ich lerne Nichts mehr, abſolut nichts mehr.

Da öffnete ſich die Thüre von dem Nebenzimmer her und eine ſanfte Stimme ſprach von dort aus in verweiſen⸗ dem Tone:Aber Harald! Lieber Harald!

Doch Harald hörte nichts in ſeiner Aufregung, ſondern nicht zufrieden damit, daß ſeine Bücher halbverſtümmelt in dem Zimmer herumlagen, malträtirte er ſie noch mit Fußtritten. Eines derſelben, das er mit der Spitze ſeines Stiefels gefaßt hatte, flog ſogar der Inhaberin jener ſanften Stimme, die jetzt auf zwei Stöcke geſtützt in das Studirzimmer hereingehinkt kam, mitten in's Geſicht. Ein tiefer Seelenſchmerz durchzuckte die feinen leidenden Züge der Frau.

Kind! ſagte ſie,womit habe ich das um dich ver⸗ dient?

Mutter, Mutter, vergieb mir! rief der beſtürzte Jüngling, indem hohe Schamröthe ſeine Wangen bedeckte und eine Thräne in ſeinem Auge ſtand.

Die Frau hatte offenbar ihren kranken Füßen in der Beſorgniß um ihr Kind zu viel zugemuthet. Sie vermochte nicht mehr zu ſtehen.

Harald hilf mir, ſonſt muß ich fallen, vief ſie ängſtlich.

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