Druckschrift 
Im Eise : eine grönländische Geschichte : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
Einzelbild herunterladen

II.

Einige Tage ſpäter finden wir Harald in dem wohl mit Büchern ausſtaffirten Studirzimmer ſeines Vaters des Miſſionar Lymann ſcheinbar ſtark mit Lernen beſchäftigt. Der Schein iſt durchaus für ihn. Denn ſeine Hände ſind ſehr mit Tinte beſchmiert. Selbſt ſeine Naſe hat einige Flecken abgekriegt. Die Haare ſind durch das öftere nach⸗ denkende Aufſtützen des Kopfes in große Unordnung ge⸗ rathen und einige zerkaute Federn liegen umher.

Alſo in dieſer Hinſicht fehlte es nicht an Spuren ſeines Fleißes. Allerdings waren dieſelben in ſeinen Heften und Büchern nicht ſo ſehr bemerkbar.

Das Heft wenigſtens, das vor ihm lag, trug noch keine friſche Schrift, war dagegen bös mit rother Tinte bemalt und ſtand unter der zuletzt geſchriebenen Seite von ſeines Vaters Hand darunter bemerkt:21 Fehler! Schänd⸗ lich ſchlecht! Iſt genau corrigirt nochmals abzuſchreiben!

Harald ſtarrte mit trotzig aufgeworfenen Lippen einige Augenblicke in das Heft hinein, dann ballte er es grimmig zuſammen und ſchleuderte es in die Ecke des Zimmers.

Mit den Zähnen knirſchend brummte er vor ſich hin: Schupp, Im Eiſe. 2