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Die Wolke wich auch nicht von der ſonſt heiteren Stirne des Miſſionars, ſelbſt als er ſeinen Sohn in allem Glanz der Jugend und Schönheit daherkommen ſah. Die Er⸗ ſcheinung des Knaben war ſonſt dazu angethan, im Vater⸗ ſtolz allen Zorn und Aerger vergeſſen zu laſſen. Sein von Geſundheit ſtrahlendes Geſicht umrahmt von goldenen Locken glich der aufgehenden Morgenſonne und ſeine hohe kraft⸗ volle Geſtalt ragte unter ſeinen zwerghaften Geſellen hervor, wie eine ſchlanke Buche aus Deutſchlands Wäldern, die man unter die Zwergbirken Grönlands verſetzt hatte.
Doch was galt dem frommen Vater Kraft, Jugend und Schönheit, wenn die Seele krankte?
Schon hatte der Miſſionarsſohn beinahe das Ufer erreicht, da erſcholl ein allgemeiner Schrei des Entſetzens. Auch Herr Lymann wurde bleich. Ein morſcher Eisberg, den ſchon lange das Waſſer und die Wärme benagt hatte, ſtürzte in dem Augenblick, als Harald unter demſelben dahinfuhr, raſſelnd und krachend auseinander.
Hochauf ſchäumten die Waſſerwogen von den in's Meer ſtürzenden Eismaſſen. Der Jüngling nebſt ſeinem Cajak und ein dicht hinter ihm rudernder Grönländer waren in der Tiefe verſchwunden.
Es vergingen einige Augenblicke voll verzweifelnder Herzensangſt, dann erſchien plötzlich wieder das goldige Haupt des Miſſionarſohnes. Er hatte den mit unterge⸗ gangenen Grönländer am Schopf und zog ihn im Schwim⸗ men mit ſich.


