Die neuen Ankömmlinge wurden von allen Seiten umringt und mußten erzählen.
Kaum hatten dieſe aber einige Mittheilungen gemacht, als der Name„Harald“ auf allen Lippen war und alle Augen ſich auf Herrn Lymann, ihren verehrten Miſſionar richteten.
Herr Lymann wurde neugierig.„Was iſt es mit meinem Sohne Harald?“ fragte er. Es iſt ihm doch kein Unglück geſchehen? Sonſt müßte ich es bereuen, daß ich
ſeinen unverſtändigen Bitten nachgegeben und ihn die
Seehundjagd habe mitmachen laſſen.“ „Nein. Er iſt heil und geſund,“ ſagte Einer der friſch angekommenen Grönländer. Bald wird ſein Anblick dein väterliches Auge erfreuen. Dort fliegt ſein Cajak, wie eine Möve im Sturm. Er iſt ein berühmter Held ge⸗ worden. Er war der Erſte auf der Seehundsjagd und er iſt es geweſen, der den Ceporkak erſchlagen hat.“
„Das hat doch unmöglich der Knabe allein thun können?“ fragte Herr Lymann.„Dazu iſt das Thier zu gewaltig.“
„Nein nicht ganz allein,“ erwiederte der Grönländer. „Der große Jäger„Hans Egede“ hat ihm geholfen, aber nur Weniges.“
„Hans Egede?“ wiederholte der Miſſionar in unmuthi⸗ gem Tone. Eine finſtere Wolke beſchattete ſein edles Ge⸗ ſicht.„So iſt der unfolgſame Junge doch wieder in der Geſellſchaft dieſes leichtſinnigen, gottvergeſſenen Menſchen geweſen, obwohl ich es ihm ſo ſtrenge verboten hatte?“


