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Im Eise : eine grönländische Geschichte : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
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gewicht halten, indem jede falſche Bewegung das Boot umſchlägt. Es gehört viel Geſchicklichkeit, lange Uebung und ganz beſonderer Muth dazu, um auf ſolchem gefähr⸗ lichen Fahrzeug ſich mitten zwiſchen die Eisſchollen auf die hohe ſturmbewegte See hinauszuwagen. Aber die Grön⸗ länder wachſen in ihrem Cajak groß und iſt ihnen derſelbe ſo unentbehrlich, als dem Jäger die Flinte und dem Fiſcher das Netz.

Außer dem Cajak beſitzen die Grönländer noch ein größeres Fallboot, denUmniak, oder Weiberboot, das zu gebrauchen übrigens der Mann für eine Schande hält. Es dient zur Meerfahrt der Weiber und Kinder und zum Transport ſchwerer Laſten.

Als die Flotte in Gehörweite gekommen war, hörte man von dorther deutlich den Ruf:Ceporkak!Ceporkak!

Kaum hatten die auf dem Ufer harrenden Frauen und Kinder den Ruf vernommen, als ſie unter Zeichen der höchſten Freude wild umherſprangen und tanzten und auchCeporkak!Ceporkak! riefen.

Das WortCeporkak bedeutet, daß ein Wallfiſch ge⸗ fangen worden ſei und mit ihm reicher Ueberfluß an Thran und Fleiſch in das Dorf kommen würde.

Noch tanzten die Alten und Jungen und überboten ſich in dem Ruf:Ceporkak, als ſchon die erſten Cajaks am Ufer anlegten und nun alle Aufnerlſamteit in An⸗ ſpruch nahmen.