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hochgewachſenen, bleichen Mannes mit einer großen Herz⸗ lichkeit auf dieſen abſtoßenden Geſchöpfen und beobachtete tief gerührt alle Aeußerungen ihrer von liebender Sehnſucht und Erwartung brennenden Herzen. Er war der Vorſteher des Miſſionshauſes, der Miſſionar Robert Lymann, ein Mann von bedeutenden Gaben und tiefem Gefühl, der aber, ſo hoch er auch über dieſen Geſchöpfen ſtand, das ſchmutzige, häßliche Völkchen um ihn her wirklich liebte.
Die Flotte der Seehundsjäger war während deſſen immer näher angekommen. Die langen, ſchmalen, leicht⸗ gebauten Boote der Grönländer ſchoſſen unter ihrer äußerſt geſchickten Leitung wie Pfeile durch das Waſſer.
Es mögen wohl auch kaum in der Welt leichtere Boote zu finden ſein, als dieſe Fahrzeuge, die ſie Cajaks nennen. Sie haben den doppelten Zweck zu tragen und getragen zu werden. Wie oft muß der Grönländer ſein Boot weite Strecken über das Eis auf dem Kopfe weiterſchleppen, bis er es wieder an eisfreien Stellen in das Meer laſſen kann.
Der weſentliche Beſtandtheil dieſer Boote iſt Seehunds⸗ haut, die über dünne Holzrippen geſpannt iſt. Nur in der Mitte des etwa achtzehn Fuß langen, aber äußerſt ſchmalen und niedrigen Fahrzeugs iſt eine ſolide aus Holz gearbeitete kreisförmige Oeffnung. Darin ſitzt der Schiffer ziemlich beengt und handhabt ſein doppel— ſchlagendes Ruder„Pattik“ genannt. Mit dieſem Ruder muß er ſich fortbewegen, ſteuern und zugleich im Gleich⸗


