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Im Eise : eine grönländische Geschichte : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
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Stumpfnäschen, noch durch den großen, wulſtigen Mund eine bedeutende Verſchönerung empfangen. Auch ihre Kleidung iſt mehr zweckentſprechend, als maleriſch. Sie beſteht aus nichts als Pelz und iſt bei Männern und Frauen faſt dieſelbe: Pelzſtiefel, Pelzſtrümpfe, Pelzhoſen und Pelzjacke. Die Frauen haben zwar einen Vorzug, da ſie an Stiefeln und Jacken bunten Lederbeſatz und ſonſtige Verzierungen tragen, allein ſie ſind im Grunde noch un⸗ ſchöner, als die Männer, weil ſie durch die unbequeme Tracht einen wackelnden vorgebeugten Gang erhalten.

Beſonders aber ſind die alten Weiber widerwärtig mit ihren abgemagerten, mißgeſtalteten Körpern, ihren breiten, gelben, mit unzähligen Falten bedeckten Geſichtern, mit ihren durch Schnupftabak beſchmierten Naſen, ihren roth⸗ geränderten Augen und ihren ſtruppigen, ungeordneten grauen Haaren.

Die Grönländer empfinden ſelbſt oft ein Grauen vor ihren eigenen Großmüttern, zumal wenn dieſe zänkiſch ſind. Nach ihren alten Sagen ſollen ja die Gewitter, d. h. Blitz und Donner durch zwei an den Himmel verſetzte alte Weiber, die ſich um ein Stück altes Fell zerren und ſtreiten, hervorgebracht werden.

Unſere Schaar hatte alles Unſchöne ihrer Nation. Auch waren einige jener Urbilder von Häßlichkeit vorhanden, die durch die mangelnde Toilette und den Schmutz, der zu den berechtigten Eigenthümlichkeiten der Grönländer gehört, noch ſchrecklicher wurden. Trotzdem ruhete das Auge des