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Im Eise : eine grönländische Geschichte : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
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ſie auch noch bis an das Ufer, wo ſeine Hütte ſteht. Aber damit hat er ſeine Pflicht erfüllt. Jetzt rührt er ſie mit keinem Finger mehr an. Das völlige Heimſchaffen, das Ausweiden, das Gerben, Nähen der Felle, das Trocknen,

Aufbewahren und Kochen des Fleiſches kommt den

Weibern zu.

Eine gewiſſe Berechtigung dazu liegt auch vor, da in den Eislanden die Frauen vom Spinnen, vom Stricken, vom Bleichen, vom Gärtnern, vom Melken und Buttern vollſtändig dispenſirt ſind. Und gern thun die Grönlän⸗ derinnen die ſchwierigſte Arbeit, wenn nur der Mann aus der ſtürmiſchen eistreibenden See oder aus den Schnee⸗ Einnöden wieder glücklich heimkehrt. Denn in keinem Lande der Erde iſt die Frau ſo hilflos dem Elende und dem Hungertode Preis gegeben, wenn der Ernährer und Hausvater ſtirbt, als in Grönland, wo der kahle, kalte Boden Nichts trägt und nur Mannesmuth und Mannes⸗ kraft den Schrecken trotzen kann, die mit der Erwerbung der Lebensmittel verbunden ſind.

Da ſtand nun ſchon die ganze Schaar dieſer Weiber am Ufer erwartungsvoll in das Meer hinausblickend und in ihrer Freude ein rührendes Bild darbietend, ſo wenig anmuthsvoll in der That ihr Anblick war.

Die eingeborenen Grönländer ſind ein häßlicher, kleiner unterſetzter Menſchenſchlag mit flachen, breiten, gelben und ausdrucksloſen Geſichtern, die weder durch die kleinen, ſchwarzen, ſchief ſtehenden Augen, noch durch das kurze

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