Teil eines Werkes 
3. Theil (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

206

dem Gluͤcke irhes Lebens ſo beharrlich entgegen ſtehe, da es doch gar keinen Gewinn fuͤr ſie abwerfe. Wenn auch das Uebrige, was die Kranke von andern Gegenſtaͤnden in ihren Fiebertraͤumen ſagte, gewoͤhnlich hoͤchſt verworren durch einander lief, ſo war doch in dieſen Klagen ein ziemlicher Zuſam⸗

menhang zu entdecken, weshalb der weiche bittende

Ton, in dem ſie ſolche vortrug, auch auf das Tiefſte und Schneidendſte in's Herz der Graͤfin eindrang.

Es ſchien ihr rathſam zu bleiben und die Ober⸗ aufſicht uͤber die Abwartung der eben in großer Hitze Liegenden zu fuͤhren, aber nur ſo, daß ſie ihr ſelbſt nicht vor Augen kam. Auch im Zuſtande des Bewuſtſeyns durfte man der Kranken keine Nach⸗ richt von ihrer Anweſenheit ertheilen.

Abends beruhigte ſich uͤbrigens die Patientin wieder auſſerordentlich. Der Arzt ſchoͤpfte die groͤßte

Hoffnung auf einen bedeutenden Beſſerungsfortſchritt

der in Schlummer Verſunkenen fuͤr den folgen⸗ den Tag.*

Es war ſchon nahe an Mitternacht, als die Graͤ⸗ fin von Altenberg erſt nach Langenhof zuruͤckfuhr. Ein ſtarkes Durcheinanderlaufen um das hellerleuchtete