Teil eines Werkes 
3. Theil (1828)
Entstehung
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Blick beim erſten Wiederſehen auf Corinnen, bringt dieſe auf den Gedanken, daß ich in meinem Unmuthe ihm Eroͤffnungen gethan und legt ihm ſogleich von ſelbſt das Geſtaͤndnis ihrer Lage ab. Sich aber moͤg⸗ lichſt zu entſchuldigen und vermuthlich auch an mir, wegen des vorausgeſetzten Verraths durch mich, Rache zu nehmen, entdeckt fie dem Vater zugleich den fruͤ⸗ hern, verborgen gebliebenen Fehltritt. Mit den bit⸗ terſten Vorwuͤrfen werde ich daher von ihm empfan⸗ gen. Er nennt mich den Verfuͤhrer ſeines ſchuldlo⸗ ſen Kindes, der nun tragen moͤge, was er verſchul⸗ det habe. So verlaͤßt er mich.

Corinna bereits durch ihres Vaters Bemerkung,⸗ daß er mich nicht wiedergeſehen, von dem Verdachte daß ich ihr Verraͤther geworden, zuruͤckgebracht, ſucht mich auf, bekennt mir, was ſie dem Vater entdeckt habe, und beſchwoͤrt mich um volle Verzeihung und Erfuͤllung der Erwartung, welche ihr Vater ſich von mir in Anſehung des Vereins unſerer Zukunft mache.

Allein ihre Briefe an den mir, als den Urheber ihres Zuſtandes Genannten, und das, was ich ſonſt durch ihn uͤber ſie erfahren, waren eben erſt mit Fu⸗ rienkrallen in mein Herz gegrabene Wahrheiten, de⸗ ren Schmerz mich zu keiner Beſinnung kommen ließ.