Teil eines Werkes 
3. Theil (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

CQOCQ

Verein fuͤr das ganze Leben gegen einander ausſprach. Die mir ſehr wohlwollende Frau bezeigte mir am folgenden Morgen ihre Unzufriedenheit daruͤber. Ich ſolle, ſagte ſie, nicht glauben, daß der Hausherr, bei. aller Guͤte fuͤr mich, mir die einzige Tochter kuͤnftig zur Gattin geben werde. Erſtens denke er, allem Ver⸗ muthen nach, viel hoͤher mit ihr hinaus und dann ſtehe meine noch ganz unbeſtimmte Zukunft, verbunden mit der voͤlligen Gleichheit meiner und Corinnens Jahre der Sache entgegen. Ich kann mir fuhr ſie fort allerdings einbilden, wie es dahin gekommen iſt. Laͤngſt merkte ich die Glut fuͤr ſie in Corinnen und freuete mich wahrhaft daruͤber, daß ſie abſichtlich ihr

auszuweichen ſchienen. Da hat denn vermuthlich das,

durch die unbeſonnene Gewaͤhrung aller moͤglichen Gril⸗ len bis in's Innerſte verdorbene Maͤdchen ihnen ſelbſt das Geſtaͤndnis gethan, welches der Auftritt, zu dem ich geſtern kam, vorausſetzte.

Mein Laͤugnen, meine Verwirrung bei dieſer Vor⸗ haltung, uͤberzeugten ſie ſo wenig, als ihre darauf fol⸗ genden Abmahnungen bei mir fruchteten. Ihr Recht⸗ haben in Anſehung der vaͤterlichen Abſicht erwies ſich. Corinna's Stille im erſten Momente der Gewaͤhrung ihrer Wuͤnſche ging nur allzubald voͤllig unter in der