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Fuͤnf Jahr etwa mochte ich alt feyn— begann er— als ich zum erſten Male ganz eigentlich dar⸗ uͤber nachſann, warum der Haufe aͤlterer und juͤn⸗ gerer Kinder, unter dem ich aufwuchs, einen unge⸗ meinen Vorzug vor mir genoß, warum ich ungeſtraft die Zielſcheibe ihrer Bosheiten wurde, warum mich eine Behandlung nach wahrhaft tyranniſchen Geſetzen traf, waͤhrend ſie ihren zuͤgelloſen Willen faſt allein ſich uͤberlaſſen durften, warum ſie allenthalben eine guͤltige Stimme hatten, waͤhrend ich kaum um der nothwendigſten Urſachen willen den Mund aufthun durfte, ohne boͤſe Geſichter zu bekommen, oder gar geſchlagen zu werden. War etwas durch die Uebrigen verſchleppt oder zerbrochen worden, ſo ſchob man es
auf mich, und die Strafe dafuͤr, welche ſie kaum
beruͤhrt haben wuͤrde, ward an mir, zuweilen mit barbariſcher Strenge, vollzogen. Daß ich, obſchon am Koͤrper im Weſentlichen den andern Kindern ganz gleich, doch nur ein boͤſes Mittelding zwiſchen ihnen und dem Geſinde war, ſagte ſchon die weit geringere Kleidung, die gewoͤhnlich erſt an mich kam, nachdem ein anderer, etwas aͤlterer Knabe vom Hauſe ſie ab⸗ gelegt hatte. Bei allen Freuden der Uebrigen wurde ich gewoͤhnlich von ihnen gar ſehr verkuͤrzt und er⸗


