Teil eines Werkes 
3. Theil (1828)
Entstehung
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ſcheinung in Langenhof bekannt und ſobald er, durch ſie aufgefordert, ſich naͤher mit dem Paar auf den Gegenſtand eingelaſſen hatte, ſuchte ſie ein einſames Zimmer auf, um fuͤr die erſte wichtige Unterredung mit dem Manne, dem ſie nicht Wort gehalten und die Vorwuͤrfe, welche ihres Erachtens, nicht ausblei⸗ ben konnten, wenigſtens etwas geſammelt zu ſeyn. Bei ihrer nachmaligen Ruͤckkehr begegneten ihr die Fortgehenden. Zu ihrer groͤßten Verwunderung, ſchien die zuvor in den Leuten aufgeſtiegene Zaghaf⸗ tigkeit ſie wieder verlaſſen zu haben. Unſtreitig ver⸗ dankten ſie dies der troͤſtenden Zuſprache des ehrwuͤr⸗ digen Hudſon. Leider, glaubte ſie, einer aͤhnlichen Zuſprache von ſeiner Seite nicht werth zu ſeyn. Wohlwollend kam er der Eintretenden entgegen. Gnaͤdige Frau— begann er, ihr ſeine Hand rei⸗ chend— ich weiß bereits, was die offenbare Scheu ihrer Blicke vor mir bedeutet und freue mich ſie da⸗ von erloͤſen zu koͤnnen. Als ich erfuhr, daß die Vor⸗ ſteherin des Stiftes zu Wehrenberg zu ihnen gereiſet ſey, befuͤrchtete ich auch ſchon das nunmehr Geſche⸗ hene. Das Fraͤulein von Longueville beſitzt ein ſel⸗ tenes Talent auf die Herzen der Menſchen zu wir⸗ ken, ein, bei ihrer Geſinnung, hoͤchſtgefaͤhrliches Talent.