Nein,— ſagte er— nur nothgedrungen und euretwegen ging ich von meiner Art und Weiſe im Punkte des Anzugs ab, begehrt nicht mehr von mir,
mein Herr. Ich eſſe mit eurer Barbara nach wie vor. Sie ſcheint ihre Abneigung gegen mich aufge⸗
geben zu haben.
Bromberger ſagte hiermit offenbar viel zu wenig. Seit Barbara ſeine ausgezeichnete Reinlichkeit ken⸗ nen gelernt, hatte ſie vielmehr ein Auge auf ihn ge⸗ worfen. Aber nichts bewies wohl beſſer, ſeinen Wei⸗ berhaß, als daß er auch gar keine Aufmerkſamkeit auf eine Perſon zu richten ſchien, welche ihm die groͤßte bewies. Das braune, rothwangige Maͤdchen von achtzehn Jahren und einem uͤppigen Wuchſe, hatte eine recht gute Nummer im Hauſe. Tipaldo nannte ſie gewoͤhnlich, ſeinen lebendigen Rembrand, wegen der Aehnlichkeit, welche das Maͤdchen, dem Umriſſe und Kolorit nach, mit den von dieſem Kuͤnſt⸗ ler dargeſtellten beſas. Sie hatte ihm auch ſchon mehrmals zum Mahlen ſitzen muͤſſen.
Nicht Rembrand— ſagte er das eine Mal zu ihr— Hoͤllenbrand vielmehr moͤchte ich dich nennen, wegen der Glut, die aus den braunen Augen her⸗ uͤberflammt durch die kohlſchwarzen Wimper, ohne


