Teil eines Werkes 
3. Theil (1828)
Entstehung
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14ñ

ſo ſprach ſie immer erhitzter weiter ihrem Farben⸗ reiber ſagen ſie, daß wenn er ein vernuͤnftiger Menſch ſeyn will, er auch wie ein ſolcher ausſehen ſoll. Die Schande faͤllt ja nicht allein auf ſie, ſondern auch auf mich, wenn es herauskommt, daß ſolch ein Lump in dieſem Hauſe geduldet wird, wo ich von jeher auf Ordnung und Reinlichkeit gehalten habe. So halb als Narr, halb als Bettler, leide ich den Patron nicht einen Tag laͤnger, und riebe er ihnen ihre Farben noch einmal ſo ſchoͤn.

Mit dieſen Worten eilte die Zornige hinweg.

Haſt du's mit angehoͤrt? fragte der Mahler den Farbenreiber.

Alles; zu meiner großen Zufriedenheit! antwor⸗ tete er. Was koͤnnte wohl meinem Urtheile uͤber die Weiber zu beſſerm Belege dienen als dieſes zornige Ungethuͤm. Alt oder jung, vornehm oder geringe, ſo ſind ſie alle, verſteht ſich mit denjenigen Modifica⸗ tionen, welche Stand und Erziehung ihnen an die Hand geben. Die Unvernunft, welche die Gemeine herauspoltert, ſucht nur bei der Wohlerzogenen den Schein der Vernunft zu uſurpiren. Es verdrießt ſie, daß ihr dem Vicomte durchhalft, euch zum Poſ⸗ ſen haͤlt ſie daher dem Dichter, den ihr zum Abmie⸗