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Das zwei und ſechzigſte Kapitel.
So thut mir's in der Seele leid! rief Malchen nach einem tiefen, tiefen Athemzuge.
„Leid?“
Ja, herzlich leid, daß er eine ſo uͤble Wahl getroffen hat.
Hier nun ſchwieg der Herr Oberforſtmeiſter, und Malchen ſchwieg ebenfalls. Dann fuhr Mal⸗ chen wieder recht ſchuͤchtern fort:
Sie muͤſſen doch nicht die beſte Meinung von mir haben, daß ſie nach dem, was Ihnen heu⸗ te fruͤh vorgekommen iſt, glauben koͤnnen, mein Herz ſey nicht verſagt, oder ich waͤre faͤhig die Hand von meinem Herzen trennen zu laſſen! Nein, was aus mir werden ſoll, weiß ich nicht; aber noch dieſen Abend will ich's mit einer Freundin uͤberlegen. Meinen Schritt aus dieſem Hauſe wird zwar die Welt mit einem harten Urtheile beglei⸗ ten, und darum iſt er mir ſchwer. Aber ich bin entſchloſſen. Haben Sie mir vielleicht einen gu⸗ ten Rath auf den Weg zu geben?“ 4


