Das drei und ſechzigſte Kapitgl.
Nachdem ihr nun der Oberforſtmeiſter in die feſten Augen geſehen hatte, rief er:„Erſt aber einen Kuß— Und nun den Rath, doch nicht auf den Weg. Der Rath iſt, daß Du kuͤnftig nicht immer ſo voreilig ſeyn, und huͤbſch nach den Namen fragen ſollſt, liebes Kind, wenn von intereſſanten Leuten die Rede iſt, die man nicht nennt. Die Tante ſollte Ihnen den jungen Mann nicht nennen, damit Sie nicht etwa durch ſeinen vorgeblichen uͤbeln Ruf, der Ihnen zu Ohren ge⸗ kommen ſeyn koͤnnte, von der Heirath abgeſchreckt wuͤrden. Dieſen Grund gab ich ihr an; der wah⸗ re aber iſt, weil ich Sie und Ihre Liebe ein wenig auf die Probe ſtellen wollte, und auch, weil ich fuͤrchten mußte, daß Sie, wenn Ihnen von der Tante der Name genannt wuͤrde, Ihrer nicht maͤchtig bleiben, und meinen ganzen Plan verder⸗ ben moͤchten. Wenn nun der Menſch Palm hie⸗ ße, den Sie heirathen ſollen: wie dann? Wuͤr⸗ den Sie immer noch ſagen, wie vorhin: Nein, ich bin keine Braut, und mag keine Braut wer⸗ den? Wuͤrden Sie da nicht vielmehr ein Ange zudruͤcken, und den Menſchen doch heirathen, ſo ſchwer es Ihnen auch werden moͤchte, heh 2 Luſtige Erzaͤhlungen. II.
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