Das ein und ſechzigſte Kapitel.
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Nachdem nun alle Beide ein huͤbſches Weilchen ſtumm dageſeſſen hatten, fing Malchen endlich 1 recht ſchwach und kraͤnklich an: Ich verkenne es uicht, daß ich Ihnen viel Dank ſchuldig bin; allein wie ſoll mir ein junger Mann gefallen, der mei⸗ ne Hand verlangt, ohne mich vielleicht jemals nur geſehen zu haben? Daß er recht brav ſeyn mag, glaube ich, weil Sie es bezeugen, und auch wegen des Zutrauens, das er in mich ſetzt. Aber iſt wohl die Art, wie er um mich wirbt, die ei⸗ nes Menſchen, der ein Herz fuͤr das meinige hat? Eine vortheilhafte Schilderung von mir durch Sie hat alles bewirkt, das ſehe ich wohl. . Doch wuͤrde ihm nicht jede Andre ſo gut wie ich geweſen ſeyn, wenn ſie ihm ſo geſchildert worden waͤre? „Ei, das glauben Sie nicht, liebe Amalie! Der junge Mann hat Sie einige Mal ſchon geſe⸗ hen, und ſich ſo genau nach Ihnen erkundigt, daß er auf dem Nagel herzuſagen weiß, wie es in dieſem Hauſe zugeht. Er will auch, daß ich es Ihnen geradezu ſage, gar nicht heirathen, wenn Sie es nicht ſind,“


