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Der Aktuarius ging ſodann zu dem Diakonus,
und brachte es auch bald dahin, daß der in die
groͤßte Angſt gerieth. Er verſprach die alte Braut zu heirathen, und wegen der neuen bot ſich der Amtmann zum Vermittler an. Der Stadtſchrei⸗ ber war freilich Anfangs ſehr erbittert; am Ende aber mußte er ſich's doch gefallen laſſen.
Das zwei und vierzigſte Kapitel.
Am folgenden Morgen ſchien der Amtmann gar nicht recht ausgeſchlafen zu haben. Es waͤhrte wenigſtens lange, ehe er beim Fruͤhſtuͤcke den Mund aufthat. Endlich fing er an:„Wieder ein neuer Beweis, was die verliebten Schleppe⸗ reien taugen! Nun wird der Aktuarius gewiß die Tinchen nehmen muͤſſen. Als Amtsadjunkt wird er naͤchſtens eine der beſten Partieen in der Stadt ſeyn; und wer haͤtte mehr Anſpruͤche auf ihn, als eine Verwandte des Amtmanns! Solche Dinge aber zerſtoͤren alles, Recht und Ge rechtigkeit.“
Du weißt ja aber, daß Malchen ihn nicht lei⸗ den kann!
„Auch das iſt eine ſonderbare Grille,“ erwie⸗ derte er,„und die ſich, wenn Malchen geſchei⸗ der waͤre, jetzt wohl verlieren wuͤrde, da der jun⸗
Luſtige Erzaͤhlungen II, D


