Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1807) Der Grundsatz
Entstehung
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die Amtmaͤnnin, und Malchen mußte ſich an die

Wand lehnen.

Das ein und vierzigſte Kapitel.

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Mit meiner Zukuͤnftigen wenigſtens nicht! lachte der Aktuarius. Ein andrer Herr aber, der ſeit Kurzem erſt hier iſt, mit Einem Worte der neue Herr Diakonus, hat in der Eil vergeſſen, ſeine ſchon bejahrte Braut mitzunehmen. Sie hoͤrt, daß er darauf ausgehe, eine Andre zu heirathen, und will daher ſeinem ſchwachen Gedaͤchtniſſe durch ihre Erſcheinung zu Huͤlfe kommen. Ich werde eben zu ihm gehen, ihm die Sache ans Herz zu legen, und ihn vor dem Conſiſtorium zu warnen.

„Nun, ſo iſt der neuliche Schabernack doch recht heilſam geweſen!“ rief der Amtmann voller Freude. Siehſt Du, Mutter? Und auch Du, Malchen kannſt nun ſehen, wie ſchlecht du ange⸗ kommen raareſt mit Deiner thörichten Neigung zu dem Diakonus. Drum bleibe ich doch immer und ewig dabei, daß keine Heirath aus Leidenſchaft etwas taugt.“

Der Aktuarius aber wuͤrde gar nicht gewußt haben, was er von Malchens Leidenſchaft zu dem Diakonus haͤtte denken ſollen, wenn ihm Karl nicht

einige Aufklaͤrungen in's Ohr geziſchelt haͤtte.