ge Wolf ein ordentliches Einkommen erhaͤlt. Und Malchen iſt ein verſtaͤndiges Maͤdchen; denn die Geſchichte mit dem Diakonus war doch nur eine Uebereilung. Heute Abend werden wir ja ſehen, wie Tinchen und der Aktuarius mit einander ſte⸗
hen.“
Wie ſo?
„Ja, ich habe vergeſſen Dir zu ſagen: heute Abend wird der Stadtſchreiber und ſeine Tochter und auch der Aktuarius hier ſeyn. Wir wollen ihn aber nicht neben Tinchen ſetzen, ſondern ne⸗ ben Malchen, und Karl'n neben Tinchen. Ver⸗ ſtehſt Du mich? Ich lachte doch, wenn mein Wunſch eintraͤfe! weiter will ich nichts ſagen. Doch zuvor, das bitte ich Dich, kein Wort da⸗ von zu Karl'n und Malchen!“
Das waͤre auch eine uͤberfluͤßige Muͤhe gewe⸗ ſen; denn Karl und Malchen lagen ſeit einigen Tagen immer eins um das andre mit den Ohren an der duͤnnen Wand des Nebenzimmers, und Malchen hatte auch jetzt wieder ihr Ohr an der Wand liegen gehabt, und huͤpfte voller Freude davon, um Karb' die Sache mitzutheilen. Dann ging es zu Tinchen, weil doch auch die darum wiſſen mußte, und Tinchen unterrichtete ihren Vater da⸗
von, damit der auf den Abend nicht thaͤte, als
ob er ſchon laͤngſt etwas gemerkt haͤtte.
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