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Was giebt's denn? fragte die Tante im Her⸗ eintreten.—
„Dumme Streiche giebt es. Ich ſitze hier aber meinen Akten, und da kommt ſie mit einem Mal hereingeſchrieen: der Diakonus, der Diako⸗ nus! daß ich noch an allen Gliedern zittre.“
Das fuͤnf und zwanzigſte Kapitel.
Ah, gehorſamſte Dienerin! ſagte die Tante, als jetzt der Diakonus wirklich erſchien. Der Onkel gruͤßte ihn auf aͤhnliche Weiſe; aber mit Malchens Vorſatze ihn vor allen andern freundlich zu gruͤſ⸗ ſen, wollte es nicht fort. Da ſie ſich dem ſchwar⸗ zen Menſchen ſo nahe ſah, war es ihr gerade, als muͤßte ſich ihr Herzchen bei jedem freundlichen Worte umwenden; und wenn ihr Karl nicht heim⸗ lich in's Gewiſſen geredet, und von da aus ihr Herz befeſtigt haͤtte: wer weiß, ob ſie dann die niedergeſchlagenen Augen losgeworden waͤre. Das allerfatalſte war ihr, daß der Diakonus ihre Freundlichkeit wohl zehnfach erwiederte.
Am Ende kam es wirklich dahin, daß er um Malchens Hand anhielt. Und ſie that jetzt ſo uͤber die Maaßen freundlich, daß der Onkel ſel⸗ der ſie beim Aermel zupfen zu muͤſſen glaubte,


