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Das vier und zwanzigſte Kapitel.
8 Nicht ausgeſchlafen, Malchen?“ fragte Karl, als ſie den andern Vormittag in ſeine Stube kam.
Ach, der fatale Diakonus kommt mir nicht aus den Gedanken!
„Das wird ihm gerade recht ſeyn!“
Ja, wenn er nur wuͤßte!— Geht mein Traum aus, ſo haben wir ihn bald hier.
„Davon nur herzhaft, Malchen, um Dein ſelbſt willen.“
Wenn doch die ganze Geſchichte ſchon gluͤcklich vorbei waͤre!
„Kommt Zeit, kommt Rath! Ich habe unſern beiden Alten ſchon geſtern einen Floh in'’s Ohr ge⸗ ſetzt; Du darfſt nur deine Haͤnde nicht in den Schooß legen. Auf den Abend denke ich... Doch ſieh einmal, Malchen! Da haſt Du deinen Traum ſchon.“
Wahrhaftig! rief ſie voller Verdruß. Doch veraͤnderte ſie den Ton ganz und gar, und ſprang in des Onkels Arbeitsſtube, und ſchrie, wie voller Freude: Der Diakonus! der Diakonus!
Und der Onkel, dem das Geſchrei unvermu⸗ thet kam, fuhr vor Schrecken vom Stuhle auf, zerbrach ſeine thoͤnerne Tabackspfeife, und ſagte: „Biſt Du denn toll geworden? Was das fuͤr ein Spektakel iſt!“


