Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1807) Der Grundsatz
Entstehung
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gung giebt, ſondern ſich erſt einige Bedenkzeit ausbittet.

„Das verſteht ſich ja von ſelbſt!“ erwiederte der Onkel.

Ja, ſagte Karl bedenklich, ich traue ihr da⸗ rin wirklich nicht.

Ei, Malchen! was Karl redet! verſetzte die Tante.

Darauf antwortete denn das arme bedraͤngte Malchen mit einem bloßen Kopfſchuͤtteln, und nahm alsdann gar einen Vorwand aufzuſtehn und die Stube zu verlaſſen.

Du mußt ſie auch immer vexiren! ſagte die Tante verdrießlich zu Karln. Glaubſt Du’s denn— 2 3 Ci wohll antwortete Karl, und erzaͤhlte vie⸗ le Sachen, die alle nicht vorgefallen waren, zum Beweiſe.

„Wir werden's ja ſehen!“ ſagte der Onkel. „Zu bedeuten hat es gewiß nichts. Denn un⸗ ſer neuer Herr Diakonus ſcheint zwar ein ſehr braver Mann zu ſeyn; aber daß ſich ein Maͤdchen wie deine Schweſter ordentlich in ihn verlieben ſollte: danach ſieht er mir wahrhaftig nicht aus.“

J nun! nun! murmelte Karl. Aber der Amtmann ſah ihn mit einer finſtern Miene an⸗ und ſagte:„Poſſen!“

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