Teil eines Werkes 
2. Band, 10.-20. Gesang (1820)
Entstehung
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Drei Jahre ſind mir ſchnell im Traum entflogen, Und wenn empoͤrt vom maͤcht'gen Schickſalsflug Die wilde Zeir auf unbeſtaͤnd'gen Wogen Mich ſelber auch durch Krieg und Frieden trug, Ich merkt' es kaum, wie ſchwarz die Wolken zogen, Wie laut der Sturm an meinen Nachen ſchlug; Auf dir allein verweilten ohne Wanken In jeder Noth die liebenden Gedanken.

5.

Und wie die Zeit auch wechſelnd fortgeſchritten, Du warſt der Stern, die Sonne meiner Zeit; Dir war die Wehr, womit mein Arm geſtritten, Dir jeder Traum der ſüßen Ruh geweiht;

Und wenn mein Herz auch viel und tief gelitten, Fuͤr dich allein bekaͤmpft' ich kuͤhn das Leid,

Daß nicht, verletzt vom herbſtlichkalten Hauche Die Roſ' erbleich' an deinem Hugelſtrauche.