Teil eines Werkes 
2. Band, 10.-20. Gesang (1820)
Entstehung
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Caäaͤcilie.

46.

Groß iſt der Herr, und groß iſt ſeine Staͤrke, und ſeine Huld hat nie ein Ziel gewußt! Wo iſt das Herz das nicht ſein Walten merke In Sturm und Ruh, in Traurigkeit und Luſt? Doch wahrlich iſt das groͤßte ſeiner Werke Der glaͤub'ge Muth, die Lieb' in treuer Bruſt. Was Helden nie mit Kraft und Schwert erzwungen, Hat Glaub' und Lieb' oft unbewehrt errungen.

47.

So ſpricht der Held. Dann wird im Raſengruͤn, Dem heih'gen Heerde nah', ein ſtilles Grab bereitet. Man ſieht die Fuͤrſten ſelbſt dies fromme Werk vollziehn, Weil ſelbſt die Stolzeſten jetzt Gott zur Demuth leitet. Und was fuͤr Blumen nur im ſpaͤten Herbſte bluͤhn, Die alle werden weich im Innern ausgebreitet.

Schon iſt das Werk vollbracht, nicht ſcheint es eine Gruft, Ein Fruͤhlingsbette ſcheints voll Bluͤthen, Gruͤn und Duft.