Caͤcilie.
18.
Wie traͤge ſchlichen mir die freudenloſen Stunden In dieſer Wuͤſte hin! wie war dem truͤben Geiſt Mit dir ein jeder Troſt und jede Kraft entſchwunden! Wie fuͤhlt' ich mich ſo ganz verlaſſen und verwaiſ't! Und ſah ich leuchtend dann das Schwert im Winkel blitzen, Die Art, woran ſich oft dein junger Arm geuͤbt, Dann weint' ich faſt und ſagte tief betruͤbt: 4 Ihr fochtet einſt fuͤr ihn und konntet ihn nicht ſchuͤtzen.
19.
O ſprich, wo kamſt du her? Wie konnteſt du entfliehn In jener Nacht, wo alle deine Treuen Der Feinde Schwert erſchlug? Wer hat dir Kraft verliehn, Aus Haralds wilder Schaar allein dich zu befreien? Und Jene, die ſo ganz dein tiefſtes Herz erfuͤllt, Zu deren Schutz du mit dem maͤcht'gen Heere Den Kampf begannſt, wo iſt das holde Biſd, Daß ich in ihm dein Gluͤck und deinen Engel ehre!
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