Teil eines Werkes 
2. Band, 10.-20. Gesang (1820)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

14[Caͤcilie.

14.

Der Held bewundert noch die ſeltnen Hausgeraͤthe; Da naht ein alter Mann dem engen Huͤttenraum und ſieht zuerſt, verſunken im Gebete Mit frommgeneigter Stirn, den jungen Ritter kaum. Wohl ſchien die ſtarke Bruſt des eiſernen Gewandes, Der Arm des Schwerts gewohnt, des Helms das kuͤhne

Haupt: Doch war vom milden Ernſt des ſtillen Siedlerſtandes Dem ſchlachtenfreud'gen Blick der wilde Trotz geraubt⸗

15.

Doch als er jetzt ſein ſtill Gebet geendet, Und ſeinen Gaſt verwundert angeſehn, Da bleibt er ſtarr und wie vom Blitz geblendet, Mit abgewandtem Haupt am Huttenpfoͤrtchen ſtehn. Und wie er ſchuͤchtern nun den Blick noch einmal wendet, 4 Da ſcheint ein freud'ger Glanz um ſein Geſicht zu wehn, Er eilt hinzu und ſtuͤrzt vor Biarko nieder, und kuͤßt des Helden Hand und druͤckt und kuͤßt ſie wieder.