Teil eines Werkes 
2. Band, 10.-20. Gesang (1820)
Entstehung
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Caäaͤcilie.

10.

So ruft er aus. Und wie mit ſtaͤrkrer Kraft Der Fichtenſtamm ſich hebt, je mehr er ſich gebogen, Und wie der fluͤcht'ge Pfeil, je ſtraffer angezogen Die Senne gellt, gewalt'ger fort ſich rafft,

So hebt auch maͤnnlicher ſein tapfres Herz ſich wieder, Und trotzt des Gluͤcks veraͤnderlichem Spiel,

Und wandellos verfolgt mit maͤchtigerm Gefieder Sein kühner Geiſt das unverruͤckte Ziel.

11.

Er wandelt fort, als ſchon im letzten Scheine Des Abendroths die hohen Felſen gluͤhn, Da offnet unverhofft im unwirthbaren Haine Sich eine Wieſenflur mit uͤppig weichem Gruͤn, Um die ſich dort ein Kranz von ragendem Geſteine Und hier des Stroms geſchwollne Wellen ziehn. Auch bluͤht ein Gaͤrtchen dort, und eine kleine Huͤtte, Vom gruͤnen Netz umrankt, erhebt ſich in der Mitte.